Brasilia #1

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BRASILIA #1
15. Mai, 20 Uhr, Wald4tler Hoftheater

Unser erstes Brasilia im Hoftheater! Wir starten mit einem Film, der u.a. mit dem Publikumspreis beim “this human world”-Festival 2015 ausgezeichnet wurde:

FEMME BRUTAL
von Liesa Kovacs und Nick Prokesch
Österreich 2015, 70min, English Subtitles!
FemmeBrutal_Still01Miss Bourbon, Madame Cameltoe, Madame Don Chanel, Cunt, Miss Kottlett, Frau Professor La Rose und Doktor Sourial – sieben Kunstfiguren, erschaffen von sieben Performerinnen*, die in der Burlesque-Show „Club Burlesque Brutal“ den (nackten) weiblichen Körper als widerständiges Moment inszenieren: Entblößung als politische Geste. Fleisches-Lust, die die Selbstverständlichkeit lesbisch-queeren Begehrens einfordert, sich von tradierten gefälligen Rollenbildern lossagt und fixierte Genderzuschreibungen dekonstruiert. Die Künstlerinnen* spielen mit Referenzen auf die (queere) Pop-, Kunst- und Performancekultur. In ausdrucksstarker Bühnenpräsenz, fantasievollen Kostümen und atemberaubenden Choreografien werden hegemoniale Geschlechterrollen ausgestellt, gebrochen, neu verhandelt. In den Darstellungen vermischen sich Gewalt, Erotik und Komik, in fluiden Identitäten vereinen sich glamouröse Weiblichkeit, maskuline Derbheit und Androgynität. Doch FEMME BRUTAL lässt nicht nur die Körper sprechen. Auch vor und nach der Bühnenshow führen die Künstlerinnen* – die sich paradoxerweise backstage und zugleich on stage befinden – intelligente, humorvolle und intime dialogische Verhandlungen über Körperpolitik, Körperbilder und Sexualität.

“Liesa Kovacs’ und Nick Prokeschs Dokumentarfilmdebüt bezieht die Zuschauer*innen in die diskursive Performance mit ein – sowohl intellektuell als auch sinnlich ein lustvolles Kinoerlebnis.” (Katalogtext mk, Diagonale 2016)

https://www.facebook.com/femme.brutal.film

Anschließend:
* Diskussion mit den FilmemacherInnen
* DJ-Line mit den sub_Residents

Eintritt: freie Spenden!

FEMME BRUTAL 2015 – TRAILER from ko/labs on Vimeo.

Davor – um 16 Uhr – ist im Hoftheater die Produktion Oliver 2.0 – eine Komödie von Folke Braband in der Regie von Hakon Hirzenberger – zu sehen. Für subetasch-Mitglieder gibt es da Ermäßigung beim Eintritt! Details folgen!

http://www.hoftheater.at/

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Brasilia heißt nicht nur die Espressomaschine im Wald4tler Hoftheater. Brasilia, die Hauptstadt Brasiliens, war ursprünglich eine Strafkolonie im Niemandsland und wurde später zur architektonischen wie stadtplanerischen Utopie der Moderne. Brasilia war aber auch ein politisches Statement: Nichts an dieser modernen Stadt sollte an Brasiliens koloniale Vergangenheit erinnern. Der Kulturverein sub etasch lädt unter dem Namen “Café Brasilia” zu Filmvorführungen und Performances, zu DJ-Sets in der Sektbar oder im Café, zu ungezwungenen Jam-Sessions oder überrascht mit Licht- und Videoinstallationen im Innenhof. Die Termine werden kurzfristig unter subetasch.org und auf fb.com/subetasch sowie www.facebook.com/w4hoftheater veröffentlicht.

Vorschau: Progress 8

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PROGRESS ∞ POSSE

[posse (possum, lat.) = können, vermögen, imstande sein]
[Posse, dt. = derb-komisches Bühnenstück; im übertragenden Sinne: groteske öffentliche/politische Vorgänge]
[Posse, engl. = Gruppe, Clique, Trupp; im Hip-Hop ein Zusammenschluss mehrerer Künstler]

Das Potenzial der Multitude

Mit dem lateinischen Wort “posse” wollen wir auf das Potenzial der “Multitude”, der Vielen, der sogenannten “99 Prozent” verweisen. Die Multitude, ein Begriff nach Michael Hardt und Antonio Negri, beschreibt eine gesellschaftliche Pluralität, eine Vielfalt, die sich um das Gemeinsame (Commons) konstituiert. Das Gemeinsame ist nicht nur materiell (Luft, Wasser, die Früchte der Erde,…), sondern darüber hinaus “all jene Ergebnisse gesellschaftlicher Produktion, die für die soziale Interaktion ebenso wie für die weitergehende (Re-)Produktion erforderlich sind, also Wissensformen, Sprachen, Codes, Information, Affekte, usw.” (Hardt, Negri: Common Wealth, S 10)
Das Kapital – ein soziales Verhältnis! – und der Kapitalismus schließen das Gemeinsame aus. Das Konzept der Commons und der Multitude versteht die Vielfalt der Identitäten und (produktiven) Tätigkeiten als Fülle, als Potenzial der Differenz. Progress (als gesellschaftlicher Fortschritt) gibt es nur durch Differenz, das Immergleiche führt nicht weiter, sondern im Kreis. In dieser Sichtweise werden die Armen, die prekären ArbeiterInnen, die MigrantInnen nicht ausgeschlossen, sondern im Gegenteil als politisches Subjekt begriffen, das sich der Macht des Kaptitals und der Eigentumsverhältnisse entgegenstellen kann.
Die Theaterwissenschaftlerin und Performerin Gin Müller greift den Begriff Posse auch unter dem Aspekt der “Handlungsmacht der Multitude” auf und bezeichnet mit ihrem Begriff “theatrum posse” eine “Theatralisierung von Widerstand”, die “Suche nach provokanten, aber auch irritierenden Eingriffen und Interventionen, die andere Vorstellungen und Konfliktlösungsmöglichkeiten fördern” Diese Form der Posse ermöglicht “karneveske Umkehrungen von Autoritäten” und ist damit ein “subversives Verfahren, das Neubeurteilungen von Demokratie und sozialer Gemeinschaft in performativen Bereichen artikuliert”. (“Possen des Performativen” S 86/88)
Das deutsche Wort Posse bezeichnete nicht das höfische Theater der Oberschicht, sondern den “Klamauk” für die einfachen Bürger, in dem durch Übertreibung und Satire gesellschaftliche Unterschiede und finanzielle Verhältnisse thematisiert werden.

mehr Infos zum Progress #8 gibt´s hier.

dickgelb ist online!

Unsere neue sub_Abteilung ist online!
zu finden unter dickgelb.org

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dickgelb ist ein Label für elektronische und experimentelle Musik, das im Umfeld der „sub etasch“ entstanden ist. Neben digitalen Releases unter eine CreativeCommons-Lizenz im Netz wird es in unregelmäßigen Abständen auch Veröffentlichungen auf analogen Tonträgern geben. dickgelb will Musik abseits herkömmlicher Vertriebsarten und „Produktionsstandards“ unter die Leute bringen. Wir beschränken uns nicht auf ein Genre, achten auch nicht auf den Markt, sondern auf die Inhalte, die uns interessieren. Wir arbeiten nicht professionell, sondern dilletantisch, aber mit Herz. Die Releases sind nicht im teuersten Studio aufgenommen, nicht bis zum Anschlag aufgeblasen, sondern klingen im Idealfall roh und direkt, sind oft aus Live-Aufnahmen, Jam-Sessions oder Impros entstanden. Musik, der es um den Moment geht, in dem sie entsteht.

Progress #7 Fotos

Garten Workshop!

Offener Workshop im Gemeinschaftsgarten!

Sonntag, 24. Mai, 14 Uhr
Langestraße 125, Amaliendorf

* Grundlagen der Permakultur (mit Julia Herbster)
* “Tiefbeet” / Hügelbeet anlegen
* Kartoffelsäcke / Kräuterschnecke / etc. anlegen

Open End (bzw. bis Einbruch der Dunkelheit) *
Chill Out möglich *
DIY-Grillerei ebenso *

bei Schlechtwetter am Montag!

https://www.facebook.com/events/788203587943242/

Wir starten einen Gemeinschaftsgarten!

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Wir starten ein neues Projekt: Einen Gemeinschaftsgarten!
der ist in Amaliendorf (Langestraße 125) und sollen allen (potenziellen) GärtnerInnen, die keinen eigenen Garten haben oder gemeinsam werken wollen, offenstehen! Wir woerden dort auch laufen Workshops durchführen und nach den Prinzipien der Permakutur arbeiten.

Das Konzept
In Amaliendorf wird ein – bislang als Ziergarten verwendetes – Grundstück nach und nach in einen Permakultur-Garten verwandelt. Permakultur bedeutet, dass der Garten so angelegt wird, dass er sich selber gut erhalten kann: mit mehrjährigen Pflanzen, Gründüngung und Niststätten für Nützlinge, wie Igel und Bienen. Kreativität und Mut zum Experiment stehen dabei an erster Stelle, denn Permakultur geht weit über biologisches und nachhaltiges Gärtnern heraus. Es beinhaltet Wiederverwertung, Upcycling-Design, Lust an architektonischen Experimenten und Gefühl für handwerkliche und künstlerische Improvisation. Dazu kommen sozio-kulturelle Aspekte, wie Tausch- und Schenkkreise, in denen Waren, aber auch Zeit oder Wissen ohne Einsatz von Geld weiter gegeben werden.
Der Garten soll allen offenstehen, die Lust haben, gemeinsam mit anderen, in der Erde zu wühlen und etwas über alternatives Gärtnern zu erfahren. Und natürlich jenen, die in ihrem Zuhause keine Möglichkeit haben, etwas anzubauen, die frisches Biogemüse und Kräuter zu schätzen wissen und es sich vielleicht nicht immer leisten können – oder wollen -, diese im Supermarkt zu kaufen. Gemeinschaftlichkeit ist unser Ziel. Denn auch wenn es auf dem Land manchmal den Anschein hat – nicht jedem steht eigenes Land zur Selbstversorgung zur Verfügung. Naturgemässes Gärtnern, beeinflusst vom Nachhaltigkeitsgedanken und der Selbstversorgungsidee, kann hier ausprobiert und gelebt werden.
Der Permakulturgarten ist Treffpunkt, soziales, kreatives und naturwissenschaftliches Labor und natürlich ein Lernort. In Workshops (die sich auch an Interessierte richten, die nicht mit uns gärtnern) vermitteln wir unser eigenes Wissen, beispielsweise über biologisches Gärtnern, Permakultur und gesunde Verarbeitung der Ernte. Oder wir laden Experten ein, die mit uns ihre Erfahrungen zu ihren Fachgebieten teilen.

Veröffentlicht unter Garten