sub etasch

SUB ETASCH
Kollektiv / Regionale (Sub-)Kulturplattform / Temporäre Anlaufstelle

Ursprünglich als urbaner Off-Space in der Provinz (Waldviertel) konzipiert, wuchs die sub etasch zu einem kleinen, offenen (Künstler-)Kollektiv heran, das gemeinsam arbeitet, Ideen austauscht und Kulturveranstaltungen organisiert. Die zahlreichen bisher genutzten Räume – der “Verein zur Förderung antikommerzieller Kunst und Subkultur” wurde 2007 in Gmünd/NÖ gegründet – dienten als Werkstatt, Gemeinschafts-Atelier, Veranstaltungsraum, Treffpunkt und “Spielraum” für Experimente aller Art. Nach 3 Jahren in Gmünd war die “Homebase” drei Jahre in Aalfang, dazwischen und immer wieder bespielte die sub etasch das Wald4tler Hoftheater (Pürbach), die Eisenberger Fabrik (Gmünd), das Seedcamp (Kautzen), die Kunstfabrik Groß Siegharts, das Kunsthaus Horn, unterschiedliche Locations in Wien und Tschechien oder den Badeteich in St. Martin.

Mit dem Begriff “Spielraum” (nach Hermann Glaser) kann theoretisch beschrieben werden, was die “sub etasch” im Idealfall praktisch umzusetzen vermag. Spielraum ermöglicht Kommunikation und Interaktion, macht RezipientInnen zu AkteurInnen, versetzt vom Alltag in spielerische, laborähnliche Situationen, ermöglicht prozesshafte, konkrete Praxis und ist ein Bereich für geregelte Verunsicherung. Das “Nicht-Perfekte” – die Notwendigkeit zur Improvisation und Flexibilität eines charmanten und chronisch unterfinanzierten Ambientes – war bisher nicht unbedingt nur ein Nachteil, sondern entpuppte sich als Vorteil in Bezug auf das In-Frage-Stellen diverser Konventionen. “Raum” verstehen wir dabei nicht unbedingt als fixen Ort, sondern als sozialen Raum, den handelnde Akteure und Objekte konstituieren und der theoretisch überall inszeniert werden kann.

Es bestehe ein Bedarf an performativen, hybriden Aktions- und Lebensräumen, schreibt Paul Divjak, also Räumen, “die nicht nur Erlebnis versprechen, sondern zum aktiven Erfahrungsaustausch, Fragenstellen, und gemeinsamen Ideenentwickeln einladen.” (in: “Integrative Inszenierungen”) Erfolg wird nicht an Massentauglichkeit (Besucherzahlen) oder Gewinnmaximierung gemessen, sondern an den Möglichkeiten zur Verständigung, zur Selbstreflexion und Artikulation bzw. zum Austausch der eigenen Standpunkte. Differenzen werden nicht nur akzeptiert, sondern als sinnvoll erachtet. Scheitern ist eine Möglichkeit, kein Hindernis: “Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, Orte zu schaffen, an denen sich so etwas wie Identität herausbildet, vielleicht reicht es schon, Orte bereitzustellen, die ein Hafen sind, wo Schiffe kommen und gehen, bisweilen auch verkommen und untergehen, manche länger angedockt liegen, manche nur für eine Nacht.” (Elisabeth Schweeger: “Verkommene Ufer – Kunstmaterial.”)

english version: sub etasch indulges the twin passions of work and play, it licences dressing up, pretending and improvising, casting oneself as the protagonist of one´s own research, and getting others to play along. Of course, it also calls for discomfort

Künstler/Gäste/Kooperationen bisher:
Andi Spicer, Georg Kuttelwascher, Jokoka, Koenigleopold, Euforia & Herbst, Rotz & Rammel, Super Czerny, Matthias Mollner, Miss Shina, Andreas Harrer, Peter Gold, Eloy, Annalisa Cannito, Belki & Masha Dabelka, Thomas Havlik, FM Zombiemaus, Unding, Peter Konrad, Humbug, De Rockas, shuddha.ras, the Neary heart, les trucs, Wortwerft, ennui, antiehdas, FastForward, prestat, Adamon, Julia Mayer, Surehand, Thinngy, Ryo Sketch, Michal Michalsky, Jakob Kraner, Zivatar Utca, Blumeison, Foolk, Gameboy Music Club, Austrian Apparel, PRCLS, Gusfuzz, Pero, Christine Schörkhuber, Dieter mit Platten, Superhet, Anna Leiser, David von Wegen, B.visible, Hertzinger, FSNK, Frogg, Baltar, Amin Hak-Hagir, Julia Herbster, Carola Schmidt, Andreas Trobollowitsch, Boris Urban, Locz Grip, uvm…
siehe auch Chronik

Ein Teil des sub etasch Teams:
sub_team2013Supporter:
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